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Durchdacht bis ins Detail

Weg von Zürich? Das war für Werner Stauffacher eigentlich kein Thema. Doch er wusste: Manchmal lohnt sich ein Neuanfang. Ganz besonders bei einem solchen Traumhaus mit Pool, Marmor und südländischem Charme!

Haus mit Pool im modernen Bauhausstil

Herrlich, hier im Haus von Familie Stauffacher läuft etwas! Es ist Mittagszeit und die Kinder sind zurück aus Kindergarten und Spielgruppe. Töchterchen Anastasia bastelt in ihrem Zimmer zwischen bunten Barbies und rosa Schmetterlingen, Sohn Maximilian wuselt durch das Haus und spielt mit seinen Modellautos und Plastikrittern. Dazwischen huscht Malteserhund Lenny durch die Szene. Doch blendet man den fröhlichen Kindertrubel für eine Weile aus, bietet sich einem ein erstaunlich ruhiges, äusserst elegantes Bild. Das Haus in Guntershausen ist so ästhetisch designt, so stilvoll eingerichtet und detailreich geplant, dass wohl so mancher Besucher bei der Hausführung hin und wieder anerkennend nickt. «Ich bin halt ein Augenmensch», sagt Bauherr Werner Stauffacher schmunzelnd von sich selbst – und das sieht man seinem Haus durch und durch an.

Ein so durchdachtes Endergebnis kommt jedoch nicht von ungefähr – das Ganze bedurfte einer exakten Planung. Und diese begann, als das Haus in Zürich für Werner Stauffacher und seine Familie zu klein wurde. «Ich erhielt die Bewilligung zur Aufstockung nicht», erzählt der Bauherr, «darum schaute ich mich nach Alternativen um». Da er selbst in der Immobilienbranche tätig ist, führte ihn sein Weg eines Tages nach Guntershausen im Kanton Thurgau. Hier verkaufte er einem Kunden ein Haus. Dabei wurde er aufmerksam auf eine angrenzende Parzelle, die zum Verkauf stand. «Zuerst hätte ich mir nie vorstellen können von Zürich weg und gar in einen anderen Kanton zu ziehen», erinnert er sich. «Doch plötzlich merkte ich: Die Ortschaft liegt ja gar nicht so in der Pampa wie ich dachte. Das ist ja ein Katzensprung von Zürich!» Eine Pro und Kontra-Liste zum Umzug in das idyllische Dorf verdeutlichte: Dort lässt es sich wohnen! «Ein Dorf wie Guntershausen ist so viel kinderfreundlicher als die Stadt», erklärt Bauherrin Galia Stauffacher.

Kubische Formsprache und ein klares Konzept

Gemeinsam mit den Architekten von Swisshaus begann Werner Stauffacher die Planung seines Traumhauses. Viele Anregungen und Forderungen brachte der Bauherr in das Hauskonzept mit ein. «Ich habe selbst Skizzen angefertigt und wusste genau, was ich wollte», erinnert er sich. Zentral war, dass das neue Familienheim über ein grosses Entree mit Stauraum verfügt. «Ausserdem wünschten wir uns für beide Kinder ein eigenes Zimmer und eine grosszügige gedeckte Terrasse», sagt Galia Stauffacher. Optisch wollte man sich bewusst an sehr klaren, kubischen Formen orientieren. Und das nicht nur aussen, sondern auch im Inneren. «Rundungen trifft man in unserem Haus kaum an. Dieses lineare Konzept haben wir durchgezogen», sagt der Bauherr. Während der dreimonatigen Planung reifte schliesslich auch die Idee, ein Betonskelett um die Terrasse zu ziehen und sie so ganz in den Bau zu integrieren. Die Handwerker machten sich ans Werk und im Sommer 2011 zog die Familie ein.

Heute erreicht der Besucher den Neubau über eine ruhige Quartierstrasse. Das Entree – wie gewünscht grosszügig gestaltet und mit cleverem Schiebetüren-Schrank ausgestattet – ist durch die Treppe mit Glasgeländer zum Obergeschoss klar vom übrigen Wohnbereich dieser Etage abgetrennt. «Dieser Bruch war uns wichtig», erklärt Werner Stauffacher. «Ich möchte ja nicht, dass die Gäste gleich im Wohnzimmer stehen, wenn sie das Haus betreten.» Während es draussen noch hochsommerlich heiss ist, herrschen hier drin wohltuend kühle Temperaturen. Verstärkt wird dieser Effekt vom glänzenden Marmorboden, der die Füsse angenehm erfrischt. «Ich bin ein Fan von Marmor», gibt der Bauherr zu. «Der Stein hat etwas Zeitloses, das viele aktuelle Trend-Böden nicht haben.» Für die Schlafzimmer wünschte sich Ehefrau Galia Stauffacher etwas Wärmeres. Der dunkle Kirschparkett ist zwar empfindlicher als der Naturstein, bringt aber moderne Wohnlichkeit in die Räume.

Profi-Küche mit Gasherd

Der Küche, die sich übergangslos in den grossen Wohnbereich integriert, sieht man sofort an: Hier ist ein Fachmann am Werk! Und tatsächlich, der Bauherr ist gelernter Koch und war einst im Gastgewerbe tätig. Daher findet man auf der Kochinsel keinen modernen Induktionsherd, sondern einen Gasherd der Firma Gaggenau. Hier verwöhnt Werner Stauffacher gerne seine Familie und Gäste. Dabei legt er enormen Wert darauf, dass auch optisch auf Esstisch und Kücheninsel alles ansprechend aussieht. Aus diesem Grund fiel die Wahl beim Dunstabzug nicht auf eine markante Haube, sondern eine versenkbare Version. Seine Frau schmunzelt und meint: «Bei ihm muss einfach alles schön sein. Er ist ein unglaublicher Ästhet.»

Und das merkt man auch am Beleuchtungskonzept der Wohnräume. Die Lichtschalter von Feller glänzen in poliertem Chromstahl, nirgends ist ein Kabel zu sehen, in keiner Ecke erblickt man eine unschöne Steckdose. Die Platzierung der Lampen und Steckdosen wurde nämlich bereits vor dem Bau exakt geplant und genau auf die Möblierung angepasst. «Das Sofa beispielsweise haben wir ganz am Anfang ausgesucht. Die Stromanschlüsse habe ich dann so gestaltet, dass alle Technik unter dem Sofa verschwindet», erklärt Werner Stauffacher. Dass er sich darum auch schon lange vor dem Bau überlegte, welche Möbel Positionierungen überhaupt möglich sind, ist für ihn selbstverständlich. Der Bauherr hat enorm vorausschauend gebaut, und das tatsächlich bis ins kleinste Detail.

Und wie würde er selbst sein Haus charakterisieren? «Durchdacht», sagt Werner Stauffacher bestimmt, «aber auch zeitlos, modern und mit südländischem Urlaubsflair». Seine Frau fügt hinzu: «Wenn wir unsere Sauna nutzen, uns danach im Pool erfrischen und auf der Terrasse entspannen – da fühlen wir uns wirklich als wären wir in den Ferien!»

«Wenn wir unsere Sauna nutzen, uns danach im Pool erfrischen und auf der Terrasse entspannen – da fühlen wir uns wirklich als wären wir in den Ferien!»

Galia Stauffacher, Bauherrin

Quelle: B+L Verlag, traumhaus Nr. 4 / 2012
Fotos: Lea Hepp
Text: Flurina Decasper