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Ein Rastplatz für Weltenbummler

Seewis-Dorf liegt idyllisch am Fusse des Vilansim Prättigau. Nachbargemeinden sind die berühmten Bündner Weingebiete Maienfeld, Jenins und Malans. Hoch oben im Dorf geniesst man einem phänomenalen Blick auf die sieben Gipfel der Kirchlispitzen. Und harmonisch eingebettet in diese Bilderbuchlandschaft steht das Landhaus von zwei Weltenbummlern, die hier ein bisschen Ruhe gefunden haben.

Sie sind viel Jahre im Ausland herumzigeunert, lebten lange in den Staaten und zuletzt in Bangkok. Georg Oetterli rechnet nach: «25 mal sind wir umgezogen und meine Frau wusste oft keine zwei Monate vor einem Umzug darüber Bescheid.» Doch das Heimweh nach den Bergen und nach einem richtigen Zuhause meldete sich immer öfter. Den Lebensabend wollten die gebürtigen Basler in ihrer Heimat verbringen. Ihr Appartement in Zürich war hierfür jedoch nicht geeignet. Sie hätten überall gesucht von Aegeri in der Zentralschweiz bis Klosters im Graubünden.

Es gibt keine Zufälle

Bei einem sonntäglichen Ausflug in die Berge und der damit verbundenen Baulandsuche durch das Prättigau entdeckten die beiden in der Gemeinde Seewis im Kanton Graubünden ihr heutiges Grundstück. Auf dem – ungeachtet und fernab des Durchgangverkehrs – eine Baulandtafel in der Erde steckte. Der Platz war überaus sonnig und hatte einen traumhaften Ausblick über das Tal. Und schon war die Entscheidung gefallen: hier wird gebaut. «Das Grundstück war allerdings an einen Architektenvertrag gebunden», erinnert sich Georg Oetterli. «Der junge Architekt zeichnete zwar ein wunderbares Holzhaus nach Feng-Shui, hielt sich jedoch nicht an unser vorgegebenes Budget.» So recherchierte das Ehepaar im Internet Preise und Grundrisspläne anderer Generalunternehmen. Und sie stiess dabei auf Swisshaus. Sofort gefiel ihnen das Hausmodell Hera. Es war Liebe auf den ersten Blick. Nach aussen wollten sie sich anpassen. Ein einfaches Haus, das in die Gegend passt und Platz genug bietet für zwei Personen. «Wir haben nur für uns gebaut und geniessen es heute uneingeschränkt,» unterstreichen beide glücklich ihren damaligen Entscheid.

Garantiert keine Anfänger

Die Oetterlis bauten bereits 1970 in Bichwil ein Haus. Und auch in Island, plante und wirkte Georg Oetterli berufsbedingt bei grösseren Bauten mit. Somit war bauen und planen für den ehemaligen Geschäftsmann und rüstigen Pensionär kein Fremdwort. Und so klar und verständlich verlief auch die Zusammenarbeit mit Swisshaus. «Bei Fragen kam immer umgehend eine Antwort. Das schätzten wir sehr. Kommunikationsprobleme gab es nie, obwohl dies in der Branche oft vorkommt. Auch der Zeitplan wurde eingehalten und wir konnten unser Haus pünktlich beziehen», kommentiert Georg Oetterli mit grosser Zufriedenheit den Ablauf der Bauphase. Beim Spatenstich waren sie allerdings nicht dabei. Die Baustelle haben sie aber ein paar Mal besucht. «Es war eindrücklich», erinnert sich Monica Oetterli, «erst war da ein Felsen, dann ein Loch, dann ein Haus.» «Bei der Aufrichte haben wir traditionsgemäss alle lokalen Handwerker eingeladen. Man muss sich ja bekannt machen», betont Georg Oetterli mit Nachdruck. Das sei auch in Asien, Amerika und den Südstaaten nicht anders und gerade als Neuzuzügler besonders wichtig.

Wunsch für Wunsch zum Traumhaus

Sie hatten klare Vorstellungen und Wünsche an die verantwortlichen Zeichner und Architekten bei Swisshaus. «Ein schlichtes Haus, das in die Gegend passt nur für uns zwei und ohne Verpflichtung immer beruflich repräsentieren zu müssen.» Dann plant man anders, wissen die Oetterlis. So wünschte sich das Ehepaar eine offene Küche, wie sie es aus den USA kannten. Einen «Family Room» als offener zentraler Mittelpunkt, wo sich alles abspielt. Ein grosses Bad, in dem man sich ungehindert bewegen kann und grosse Fenster in allen Räumen für den herrlichen Ausblick in die Berge. «Der amerikanische Lebensstil hat uns geprägt», erklärt Monica Oetterli. Heute geniesst sie vor allem von ihrem Sofa aus die Abendstimmung und den Panoramablick mit den Augen einer Malerin. Georg Oetterli beobachtet die Alpen und das Tal bevorzugt im Freien von der geschützten Terrasse aus. «Und dieser Blick ist täglich anders: Die Wolken, der Himmel, die Farben – einfach fantastisch», schwärmen beide. Auch die gewünschte Sauna und das Malatelier im Keller sind Teil des Schweizer Haustraums und machen die Eheleute glücklich. Der Architekt hat es gut gemeint, denn auch hier gibt es Fenster mit Fernsicht. Heute würde Monica Oetterli im Bad noch ein Gaubenfenster einplanen. Aber soweit hätten sie damals nicht gedacht.

Alle Rekorde gebrochen

Siebeneinhalb Jahre leben Georg und Monica Oetterli nun schon in Seewis. Man hat das gefunden, was man sich für das Alter gewünscht hat: Einen Rastplatz für die beiden Weltenbummler. Und wenn im Winter Schnee auf den 32 Treppenstufen zur Strasse hin liegt, dann klingeln die Kinder vom Dorf bei Oetterlis und bessern sich mit Schneeschaufeln ihr Taschengeld auf. Dass hier mal Grosskinder die Stufen rauf und runter rennen, darauf freut sich das Ehepaar schon heute. Und bis dahin geniesst der aus dem Tierheim stammende Mischlingsrüde Chipys die volle Aufmerksamkeit seiner Besitzer. Nach 30 Jahren Ausland ist man nun in den Schweizer Bergen etwas zur Ruhe gekommen.

«Wir haben nur für uns gebaut und geniessen es heute uneingeschränkt.»

Monica und Georg Oetterli, Bauherrenpaar