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Elegantes Wohnen für zwei

Von aussen besticht das Einfamilienhaus auf dem Land durch moderne, klare Architektur. Innen bestimmen ausgefallene Tapisserie und warme Farben den Einrichtungsstil. Und für viel Wohnraum unter freiem Himmel sorgt der abwechslungsreich gestaltete Garten.

Vor drei Jahren entschlossen sich die Bauherren zum Kauf eines Grundstücks: «Irgendwo in Pendeldistanz von Zürich» lautete ihr Suchauftrag an den Generalunternehmer Swisshaus. Die Überraschung war perfekt: Das Unternehmen für Einfamilienhäuser nach Kundenwunsch hatte das passende Bauland zur Hand: 700 m² gross in ruhiger Wohnlage, umgeben von Wiesen und Ackerland. «Wir wussten sofort: Hier würden wir uns wohl fühlen.» Auch die ruhige Landgemeinde Jonen im Kanton Aargau war den Bauherren auf Anhieb sympathisch: «Vor allem wegen ihrer Nähe zu den grösseren Städten Zürich und Zug.»

Behaglicher Charakter

Der Entscheid, mit einem Generalunternehmer zu bauen, stand von Anfang an fest. Von früheren Eigenheimen wussten die Hausbesitzer, wieviel Zeit und Arbeit individuelles Bauen kostet. Nur zu gern übergaben sie daher die gesamte Planung und Koordination Swisshaus – und konnten bereits sechs Monate nach dem ersten Spatenstich einziehen. «Unsere Bedingungen – ein klar umrissenes Budget sowie ein einziger Ansprechpartner – wurden selbstverständlich erfüllt.» Dank der Terminverlässlichkeit des Unternehmens, guter Kalkulation und Disposition, ging der Plan vom Wunschhaus auf: «Wir sind rundum zufrieden», so das Resumée der Bewohner. Im Hinblick auf einen eventuellen späteren Wiederverkauf hielten sich die Bauherren mit ausgefallenen Wünschen bezüglich der Gebäudeform, der Grösse und Aufteilung der Wohnfläche zurück. Als Aussenhülle wählten sie das Swisshaus Modell Fenia – moderne, klare Architektur in massiver Bauweise. Markanter Hingucker ist das spitze Satteldach mit dem zentralen Erker. Die ursprüngliche Idee eines kubischen Hauses mit Flachdach scheiterte an den Bauvorschriften der Gemeinde – aus heutiger Sicht zum Glück, wie die Hausherren betonen. So füge sich ihr Haus jetzt angenehm in die Nachbarschaft ein. Und den behaglichen Charakter dieses Bautyps würden sie nicht mehr missen wollen.

Transparenz als Grundidee

Im Inneren des Hauses setzt sich das moderne Äussere fort. «Hier hatten wir freie Hand, individuelle Vorstellungen umzusetzen und das Haus an unsere Bedürfnisse anzupassen.» Hell und freundlich wird man im grosszügigen Dielenbereich empfangen – dank der umlaufenden raumhohen Fensterfronten im Erdgeschoss. Transparenz ist eine der Grundideen, denen sich die Bauherren verschrieben haben. So fällt der Blick bereits vom Eingang durch die offene Wohnzone in den rückwärtigen Garten. «Obwohl unser Haus über verhältnismässig grosse Glasflächen verfügt, mussten dank guter Dämmung der Wände sowie einem energieeffizienten und umweltfreundlichen Heizkonzept keine weiteren Massnahmen eingeplant werden», erzählen die Bauherren. Für angenehme Temperaturen sorgen nun eine Fussbodenheizung und eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, die nach dem umgekehrten Kühlschrankprinzip funktioniert: Der Luft wird Wärme entzogen und in Energie umgewandelt. Zweifachverglaste Fenster und eine 18er-Styropordämmung bieten zusätzlichen Isolierschutz. Ein Einschnitt in der Wohnzimmerdecke öffnet den zentralen Aufenthaltsbereich im Haus zur «Halle» mit Galerie. Hier zieht ein massives, skulpturales Cheminée aus Kortenstahl, das nach Handskizzen der Bauherren passend gefertigt wurde, alle Aufmerksamkeit auf sich. Die charakteristische Rost-Patina des Materials wirkt antik und harmonisiert perfekt mit den edlen Ledersesseln zum Loungen und Musikhören.

Mutige Farbakzente

Ein- und Ausblicke in den Garten erlaubt auch die hochwertige Küche, ganz in Sandtönen gehalten. Bewusst haben sich die Bauherren gegen eine Kochzeile mit Schlitzfenster entschieden, um dem offenen Koch-/Essbereich den typischen Küchencharakter zu nehmen. Stattdessen lässt ein raumhohes Panoramafenster viel Abendsonne herein und lädt – mit Blick auf das Wasserspiel im Vorgarten – zum Verweilen ein. «Besonders schön», ist sich das Paar einig, «ist die Stimmung abends, wenn das Becken beleuchtet wird.» So lichtdurchflutet, wie sich der weitläufige Wohnbereich präsentiert, darf die Farbgestaltung deutliche Akzente setzen. Das Parkett aus geräucherter Eiche in sattem Dunkelbraun «erdet» die Räume und bildet einen interessanten Kontrast zu den hellen Decken. Einzelne Wände sind in Schlammtönen und elegantem, warmem Bordeauxrot gestrichen – eine Farbkombination, die tagsüber mutig, abends dafür umso strahlender wirkt.

Inszenierter Stilmix

Als Besonderheit der Inneneinrichtung er - weisen sich die kostbaren, dekorativen Tapeten. Die Schönste von ihnen aus beigefarbener Seide mit schwarzer Samtornamentik liessen die Bauherren in ihrem Masterbad im Dachgeschoss anbringen. Ungewöhnlich ist hier der inszenierte Stilmix, die Kombination von barocker Badewanne, Kronleuchter und verschnörkelten Silberspiegeln mit topmoderner italienischer Keramik. Der Einfall, die antike Wanne in ein Kiesbett zu integrieren, ist geradezu originell. Vom Wohnbad aus überblickt man eine knapp 40 m² grosse Terrasse mit Treppe zum Garten. Soeben wurde die Glasbrüstung fertiggestellt. Vom idyllischen Abendsitzplatz, der hier entsteht, kann der Blick weit über das Jonental mit seiner natürlichen Flusslandschaft und die Berge der Zentralschweiz streifen. Ausreichend geräumig geplant sind das Schlafzimmer mit extra Ankleideraum sowie das angrenzende Büro. «Wir kommen uns nicht in die Quere», bestätigt das Paar.

Bewohnbarer Aussenraum

Der Garten bietet viel Abwechslung: Neben der sonnigen, holzgedeckten Terrasse, die durch Glasschiebetüren nahtlos an die gesamte Gebäudelänge anschliesst, hat ein 8x3,5 Meter grosser Pool Platz gefunden. «Wir waren selbst erstaunt, wieviel bewohnbaren Aussenraum unsere Gartengestalterin geschaffen hat.» Das Herzstück bildet der Pavillon inmitten einer japanisch anmutenden Kieslandschaft mit Bonsai und Wasserlauf. Der Original-Zen-Garten verträgt sich erstaunlich gut mit den 62 Buchsbäumen, die zweimal pro Jahr zu akkuraten Kugeln und Kegeln geschnitten werden. Sie seien zu leidenschaftlichen Hobbygärtnern geworden, schwärmen die Bewohner und machen auf einen stattlichen, immergrünen Mammutbaum der Gattung Sequoia aufmerksam: «Sich mit Pflanzen zu beschäftigen, ist ein wunderbarer Ausgleich zu Arbeit und Alltag.»

«Hier hatten wir freie Hand, individuelle Vorstellungen umzusetzen und das Haus an unsere Bedürfnisse anzupassen.»

Das Bauherrenpaar

Text: Alice Werner
Fotos: Rado Varbanov
Quelle: Das Einfamilienhaus, 04/2012